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Legionellen-Vorbeugung für Personal

in Gemeinschaftseinrichtigungen / Reinigungspersonal

Duschanlagen

Aus nicht oder nur selten genutzten Duschen kann beispielsweise regelmäßig Putzwasser entnommen werden. Die Leitung wird hierdurch gespült und es entsteht kein Stagnationswasser.

Duschen

War eine Dusche längere Zeit nicht in Benutzung, sollten Sie vor dem Duschen einige Minuten lang heißes Wasser ablaufen lassen, das Fenster öffnen und sich aufgrund der Aerosolbildung möglichst nicht im unmittelbaren Duschbereich aufhalten (siehe auch Spülung der Hausleitung und Allgemeine Informationen).

Duschköpfe, Perlatoren*, Strahlregler

Durch regelmäßiges Reinigen und Entkalken der Duschköpfe, Perlatoren und Strahlregler kann ebenfalls das Legionellenrisiko minimiert werden. Je nach Wasserqualität, Zustand des Warmwassernetzes, Temperaturbedingungen und Effektivität der durchgeführten Wartungsarbeiten sollte monatlich bis vierteljährlich eine Reinigung erfolgen. Auch größere Reinigungsintervalle sind bei optimalen Vorraussetzungen denkbar. 

Duschschläuche

Ihre besondere Aufmerksamkeit sollte vor allem den Duschschläuchen in nicht oder nur sehr selten genutzten Duschen gelten. Aufgrund des Standwassers in Kunststoffschläuchen ist hier besonders mit Keimwachstum und somit dem Auftreten von Legionellen zu rechnen. 

Duschschläuche sollten bei längerem Nichtgebrauch beispielsweise demontiert, gereinigt und trocken gelagert werden.

Im Einzelfall kann eine Reinigung der Duschschläuche in selten genutzten Duschen mit Desinfektionsmittel empfehlenswert sein.

Eine Vorrichtung, welche es ermöglicht, die Schläuche nach Gebrauch leerlaufen zulassen, wäre alternativ denkbar. 

Spülen der Hausleitung und Vermeidung von Stagnationswasser und Aerosolbildung 

Durch das Aufdrehen und ablaufen lassen der Wasserentnahmenstellen (Wasserhähne, Duschen etc.) werden die Leitungen gespült und somit Stagnationswasser vermieden. Außerdem kann durch Duschen im Schwall oder Baden in der Wanne die Aerosolbildung deutlich vermindert werden. 

Thermische Desinfektion

Die thermische Desinfektion ist eine Möglichkeit Legionellen in Hausleitungen abzutöten. Dazu muss der Warmwasserbereiter so betrieben werden, dass noch 70 °C heißes Wasser in den Leitungen fließt. Dabei ist an den Verbrühungsschutz zu denken, ggf. sind betriebsarme Zeiten zu nutzen. Für eine wirksame Durchführung sind die Warmwasserentnahmestellen für mindestens 3 Minuten zu öffnen. Somit werden Leitung und Armatur gleichzeitig gespült, thermisch desinfiziert und Legionellen abgetötet. Bei starkem Legionellenbefall ist dies täglich durchzuführen. Zur Vorbeugung können diese Maßnahmen wöchentlich, monatlich oder nur vierteljährlich erforderlich sein. Die Temperaturen an den Auslaufstellen sollten hierbei gemessen und dokumentiert werden.

[Quelle: Gesundheitsamt Fürth]

IfMU-Hinweis: Zur ordnungsgemäßen Durchführung einer sog. Thermischen Desinfektion muss eine Luft-Wasser-Gemisch-Spülung der Anlage vorausgehen. Vor einer Thermischen Desinfektion sollte unbedingt der Rat eines Fachmanns eingeholt werden, ob die Anlage überhaupt eine Thermische Desinfektion “übersteht” bzw. “aushält”.


Hinweis:

* Perlator ist eine geschützte Bezeichnung der Firma Neoperl und wird hier lediglich zur besseren Verständlichkeit zur Erklärung des Wortes Strahlreglers, Mischdüse, Luftsprudler erwähnt:

Wikipedia-Erklärung:

Ein Strahlregler (engl. aerator; auch Luftsprudler oder Mischdüse), ist eine Düse, die häufig am Auslauf eines Wasserhahns angebracht ist. Er ist maßgeblich für die wahrnehmbaren Eigenschaften des Wasserstrahles verantwortlich und wertet den Strahl auf. Aufgrund physikalischer und psychologischer Effekte reduziert er beim Händewaschen den Wasser- und Energieverbrauch.

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